Das Wichtigste in Kürze
- Flurin Carigiet ist seit Anfang 2026 Group CEO Schweiz der 08EINS Gruppe und führt das 08EINS Softwarehaus.
- Wir haben mit ihm über seine neue Aufgabe und über die Rolle von KI in der Softwareentwicklung gesprochen.
- Seine Einschätzung: KI ist gekommen, um zu bleiben und Software muss darauf vorbereitet werden, im eigenen Haus, bei den Kunden und im Produkt.
- Für 08EINS heisst das konkret: interne Prozesse anpassen, Kunden fundiert beraten und Lösungen KI-fähig entwickeln.
Viele Unternehmen fragen sich, was künstliche Intelligenz konkret für ihre Software bedeutet und wann der richtige Zeitpunkt zum Handeln ist. Am Curion Forum haben wir Flurin Carigiet, seit Anfang 2026 Group CEO Schweiz der 08EINS Gruppe, dazu kurz vor die Kamera gebeten. Im Gespräch ordnet er ein, warum KI für die Softwareentwicklung schon heute ein Thema ist und wie sich das 08EINS Softwarehaus darauf vorbereitet.
«Eine spannende und lehrreiche Zeit»
Anfang 2026 hat Flurin Carigiet die operative Führung in der Gruppe übernommen. Wie er die ersten Monate erlebt, fasst er nüchtern zusammen: «Ich freue mich, dass ich diese Aufgaben neu übernehmen darf.» Es sei für ihn eine sehr spannende, herausfordernde und lehrreiche Zeit.
Im Vordergrund steht für ihn die Zusammenarbeit über die einzelnen Bereiche hinweg. Ihm sei wichtig, dass die Teams gut zusammenarbeiten, die besten Kräfte bündeln und sich gemeinsam für die kommenden Aufgaben aufstellen. Eine dieser Aufgaben benennt er klar als die zentrale.
«KI ist hier, um zu bleiben»
Auf die grösste Herausforderung angesprochen, wird Flurin Carigiet deutlich: «KI ist hier. Sie ist hier, um zu bleiben.» Für ihn ist damit die Richtung vorgegeben. Es gehe darum, sich selbst darauf vorzubereiten, die Kunden darauf vorzubereiten und das Thema in den eigenen Produkten zu berücksichtigen.
Die Herausforderungen seien dabei vielfältig. Sie betreffen die interne Arbeitsweise genauso wie die Beratung und die Entwicklung.
Was das für 08EINS konkret bedeutet
Auf der ersten Ebene geht es um die eigenen Abläufe. «Wir passen die internen Prozesse an, schneiden diese auf KI zu und setzen KI ein», so Flurin Carigiet. KI wird Teil der täglichen Arbeit.
Die zweite Ebene ist die Beratung. Wer Software für ein Spital, einen Finanzdienstleister oder ein Grossunternehmen entwickelt, muss einschätzen können, wo KI einen messbaren Nutzen bringt und wo nicht. «Wir schauen, dass wir Kunden richtig beraten können», sagt er. Diese Einordnung ist gerade dort wichtig, wo Erwartungen und realistischer Aufwand auseinanderliegen.
Die dritte Ebene betrifft das Produkt selbst. Das 08EINS Softwarehaus macht seine individuellen Softwarelösungen so, dass sie KI-fähig sind. «Wir müssen das in unseren Produkten berücksichtigen und einbauen», erklärt Flurin Carigiet, damit Kunden die Möglichkeiten künftig nutzen und ihre Prozesse in diese Richtung optimieren können.
Vorbereitung statt Aktionismus
Auffällig im Gespräch ist die Reihenfolge: zuerst die eigenen Prozesse, dann die Beratung, dann das Produkt. Diese Haltung passt zur Arbeitsweise des 08EINS Softwarehaus, das seit über 25 Jahren von Chur aus individuelle Software baut und Bestandssysteme schrittweise modernisiert statt sie auf einen Schlag zu ersetzen.
Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: KI wird dort eingesetzt, wo sie einen konkreten Beitrag leistet, eingebettet in eine Architektur, die zukunftsfähig ist. Wo diese Grundlage gut vorbereitet ist, lässt sich KI später ergänzen, ohne das Kernsystem jedes Mal neu machen zu müssen.
Im Gespräch bleiben
Flurin Carigiet und das Team in Chur begleiten diesen Schritt bei laufenden und neuen Projekten. Wenn Sie überlegen, was KI für Ihre eigene Software sinnvoll bedeutet, schauen wir uns Ihre Ausgangslage gerne gemeinsam an. Melden Sie sich für ein unverbindliches Erstgespräch, wir ordnen mit Ihnen ein, wo sich der Aufwand lohnt und wo nicht.